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Tx/Ty
Die Anforderungen an die Produktivität und Genauigkeit beim Biegen sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen und werden kontinuierlich weiter verschärft. Auf der einen Seite hängt dies mit den steigenden Anforderungen zusammen, die an die Endprodukte gestellt werden. Dieser Trend ist in der ganzen Fertigungsindustrie spürbar. Auf der anderen Seite steht es mit der Automatisierung der Fertigungsverfahren in Verbindung.
Das Biegen von Blechen ist in den meisten Fällen Teil einer Kette von Bearbeitungen, was bedeutet, dass vor allem die geometrischen Toleranzen innerhalb engerer Grenzen liegen müssen, um Nachbearbeitungen wie Verschweißen, Verschrauben und Vernieten schnell und zuverlässig durchführen zu können. Gleichzeitig erlebt die Roboterisierung des Abkantens einen stürmischen Aufschwung und wird der Genauig- keit und Zuverlässigkeit des Abkant-verfahrens immer mehr Wert beigemessen. Überdies wird das Biegen in der Reihenfolge der Bearbeitun-gen immer weiter nach hinten verlagert, was bedeutet, dass ein Ausfall in dieser Phase heute einen größeren Schaden darstellt. Die Wertstei-gerung der Produkte ist dazu einfach zu groß. Alles in allem haben sich die Anforderungen an die Präzision in den vergangenen zwanzig Jahren gut und gerne um einen Faktor 10 verschärft. In Bezug auf die Genauigkeit und Reproduzier-barkeit des Biegeverfahrens sind letztendlich Tx und Ty, mit anderen Worten die horizontalen und vertikalen Toleranzwerte beim Biegen, die entscheidenden Faktoren. Der Tx-Wert stellt die Lage der Biegelinie in Bezug auf den Hinteranschlag dar, während Ty die Parallelität zwischen Ober- und Unterwerkzeug darstellt. Auch in diesem Fall steht hinter der Realisierung einer optimalen Präzision und Biegequalität ein perfektes Zusammenwirken von Maschine und Werkzeugen. Maschinenbauer steuern dazu ihren Teil bei, unter anderem mit den bereits genannten mehrachsigen, computergesteuerten Hinteranschlä-gen sowie mit mechanischen und optischen Sensoren für Korrekturen im Laufe eines Biegezyklus.
Werkzeugmacher wie Wila reagieren auf die Entwicklungen mit Klemmsystemen, die in x- und y-Richtung eingestellt werden können, um so die Summe der Bearbeitungs-toleranzen einer Maschine kompensieren zu können. Daneben hat Wila auch in einige manuell oder CNC-gesteuerte (mechanische) Bom-biersysteme Vorrichtungen eingebaut, mit denen sich die genannten Bearbeitungstoleran-zen korrigieren lassen. Auch in puncto Präzision bietet das Universal Press Brake Concept von Wila neue Perspektiven.
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